07.08.2017

Sieben Gründe für die Apotheke vor Ort

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(cnie) Die Landesapothekerkammer Hessen hat sieben Gründe zusammengetragen, warum die Apotheke vor Ort unverzichtbar ist. Angesichts der Konkurrenz durch Online-Apotheken und Drogeriemärkte können Apotheker gegenüber Kritikern klar und deutlich darstellen, was sie zur Gesundheit der Bevölkerung beitragen.

„Medikamente sind keine beliebigen Waren. Gerade hier spielen Qualität, Sicherheit und die fachkundige Beratung eine bedeutende Rolle“, betont Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Die Apotheken in Deutschland bieten den Patienten rund um die Uhr höchste Qualität. Diese sieben Punkte sprechen laut Landesapothekerkammer für die Apotheke vor Ort:

1. Know-how pro Gesundheit

Viele Arzneien werden nicht einfach mit Wasser geschluckt, ihre Anwendung ist komplexer und damit beratungsbedürftig. Soll die Therapie erfolgreich sein, ist die richtige Anwendung von Tabletten & Co. entscheidend. Von einfachen Erkältungskrankheiten über die Versorgung chronisch Kranker bis hin zur Palliativpharmazie: Als Arzneimittelfachmann berät der Apotheker seine Patienten in ihrer ganz persönlichen Lebenslage, verdeutlicht Zusammenhänge und gibt wichtige Einnahmehinweise.

2. Therapietreue ist wichtig

Etwa ein Viertel aller verordneten Medikamente wird nicht oder nicht so wie vorgesehen eingenommen. Auch ist nicht allen Patienten klar, warum sie welche Arznei verordnet bekommen haben. Der Apotheker kann dem Patienten die Notwendigkeit der Medikamenteneinnahme erklären. Durch seine konstante Begleitung wird nicht nur die Therapietreue erhöht, auch Doppelverordnungen können besser entdeckt und diesen entgegengesteuert werden. Und: Die auf jährlich mehrere Milliarden Euro geschätzten Kosten durch mangelnde Therapietreue, etwa durch Krankenhauseinweisungen, können eingedämmt werden.

3. Herausforderung Polymedikation

Ein Fünftel der Generation 70+ nimmt fünf und mehr Medikamente ein, mit wachsender Tendenz. Nimmt ein Patient fünf Präparate ein, beträgt die Wahrscheinlichkeit von Wechselwirkungen 38 Prozent, bei sieben oder mehr Medikamenten steigt sie auf 82 Prozent. Der Apotheker trägt mit seiner Arzneimittelexpertise signifikant dazu bei, Wechselwirkungen zu erkennen und zu eliminieren.

4. Qualität im Fokus

Treffen die Medikamente aus dem Großhandel in der Apotheke ein, werden sie zunächst einer eingehenden Qualitätsprüfung unterzogen, sodass nur mängelfreie Medikamente an den Patienten abgegeben werden. Zusätzlich ist jede Apotheke im Bundesgebiet verpflichtet, täglich stichprobenartig ein Medikament auf Verpackungs- und Deklarationsfehler, galenische Mängel oder mechanische Defekte zu prüfen. Das summiert sich auf 6,5 Millione geprüfte Packungen pro Jahr. Werden Mängel entdeckt, geht eine Meldung an die zuständigen Behörden. Notfalls wird das Medikament binnen weniger Stunden deutschlandweit vom Markt genommen.

5. Individuell – von der Beratung bis zur Rezeptur

100.000 verschiedene Medikamente sind in Deutschland zugelassen, rund die Hälfte ist verschreibungspflichtig. Dennoch gibt es nicht immer ein passendes, industriell hergestelltes Fertigarzneimittel. Dann wird in der Apotheke von hoch spezialisiertem Fachpersonal eine Individualrezeptur angefertigt. Qualität steht auch hier immer an erster Stelle: von der Auswahl der hochwertigen Rohstoffe über die eingehende Prüfung aller Substanzen bis hin zur fachmännischen Herstellung und der hygienischen Verpackung. 2016 stellten die öffentlichen Apotheken in Hessen 423.677 Individualrezepturen zu Lasten der Krankenkassen her.

6. Beratung rund um die Uhr

Ob an Heiligabend, nachts oder am Wochenende: Ein Notdienstplan gewährleistet, dass an 365 Tagen und rund um die Uhr eine öffentliche Apotheke in zumutbarer Entfernung dienstbereit ist. Patienten können im Netz über den Notdienstfinder recherchieren, welche Apotheke Notdienst versieht, oder die Informationen telefonisch abfragen (0800.002 28 33).

7. Vertrauensberuf Apotheker

90 Prozent aller Bundesbürger bescheinigen den Apothekern eine hohe Vertrauenswürdigkeit; davon verlassen sich 88 Prozent auf eine Stammapotheke. Entscheidend für das Zutrauen sind die hohe und gesicherte Qualität der abgegebenen Arzneien, die wohnortnahe und schnelle Versorgung mit Medikamenten sowie die kompetente und vertrauensvolle Beratung.


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