31.10.2019

Pilotprojekt zum E-Rezept startet im November

(fst/cnie) Apotheken in Stuttgart und Tuttlingen können sich für das Projekt GERDA (Geschützter E-Rezept-Dienst der Apotheken) registrieren. Wenn alles wie geplant läuft, soll GERDA Anfang 2020 in Apotheken in ganz Baden-Württemberg etabliert sein.

Arzt mit Tablet

© ipopba / Getty Images / iStock

Durch GERDA wird das elektronische Rezept von der Arztpraxis über den Patienten an die Apotheken übermittelt. Der sichere Fachdienst startet als Pilotprojekt in der Region Stuttgart sowie im Landkreis Tuttlingen und ist zunächst an das telemedizinische Projekt  „docdirekt“ der baden-württembergischen Ärzteschaft gekoppelt. Für die Registrierung ist – wie bei Securpharm – die Netzwerkgesellschaft deutscher Apotheker mbH (NGDA) veantwortlich.

Wie funktioniert GERDA?

Nach der Diagnose vom Online-Arzt wird das E-Rezept vom Arzt ausgestellt und verschlüsselt an GERDA übermittelt. Der Patient kann anschließend auf das verschlüsselte E-Rezept zugreifen und frei entscheiden, welche an GERDA teilnehmende Apotheke das E-Rezept beliefern soll. Die adressierte Apotheke greift durch das bekannte N-Ident-Verfahren auf den GERDA-Speicher zu und bezieht das Rezept im Auftrag des Patienten. Durch GERDA ist es außerdem möglich, dass die Apotheke dem Patienten den aktuellen Status des E-Rezeptes mitteilt. Dadurch weiß der Patient genau, wann er das oder die Medikamente abholen kann beziehungsweise wann auf Wunsch die verordneten Arzneimittel von der Apotheke gebracht werden.

Da zu Beginn nur Apotheken in der Region Stuttgart und im Landkreis Tuttlingen an GERDA teilnehmen können, ist es erforderlich, dass auch der Patient in einer dieser Regionen wohnt. Für den Start von GERDA können derzeit lediglich die Ärzte der telemedizinischen Behandlungsplattform „docdirekt“ der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) ein E-Rezept ausstellen.

E-Rezepte abrechnen

Mit Hilfe des Warenwirtschaftssystems erzeugt die Apotheke im Zuge der Belieferung und Abgabe der Arzneimittel an den Patienten automatisch einen Dispensierdatensatz, der dem E-Rezept angehängt wird. Über eine Schnittstelle zwischen der Warenwirtschaft mit dem Apothekenrechenzentrum erfolgt die Übertragung des Verordnungs- und Dispensierdatensatzes und dadurch die Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen.

Das Apothekenrechenzentrum leitet das E-Rezept wie gewohnt an die Krankenkassen weiter. Auch die Krankenkassen waren an den Abstimmungsgesprächen beteiligt, sodass diese auf das E-Rezept vorbereitet sind. Bei der Registrierung für GERDA (bei der NGDA) finden Apothekeninhaber eine Auflistung der Softwarehäuser, die eine Schnittstelle zu GERDA anbieten.

Patienteninformationsflyer

Voraussichtlich ab November können Apotheken die Patientenflyer zum E-Rezept kostenlos bei der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg anfordern. Darin werden alle wichtigen Informationen anschaulich zusammengefasst. Bitte wenden Sie sich hierfür an Susanne Donath (0711.99347-19, info@lak-bw.de).

Quelle: Landesapothekerkammer Baden-Württemberg / Ärztezeitung


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