27.11.2018

OTC IMAGERY 2018: Apotheke und Marke

von Gabi Kannamüller

In unserer repräsentativen Studie „OTC IMAGERY 2018“* haben wir das pharmazeutische Fachpersonal um seine Meinung gebeten. Mehr als 300 Apotheker und PTA in öffentlichen Apotheken standen uns Rede und Antwort: zu zahlreichen Kernthemen des Apothekenalltags – wie etwa Beratung, Marketing oder dem Einfluss des Versandhandels – ebenso wie zur Einstellung gegenüber Markenprodukten.

© auremar / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)

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Die optimale Beratung der Kunden, das zeigt die Studie, ist für die Apotheken nach wie vor von zentraler Bedeutung. Sie spiegelt sich beispielsweise in der Einschätzung ihrer Beratungstätigkeit wider: 64 Prozent der Apotheker und 75 Prozent der PTA erklärten, ihre Beratungstätigkeit bei nicht rezeptpflichtigen und freiverkäuflichen Produkten habe in den vergangenen fünf Jahren zugenommen.

Fortbildungen immer gefragter

In dieses Bild passt auch das hohe Interesse an Fortbildungen: 83 Prozent der Apotheker und 82 Prozent der PTA erklärten, sie würden die Möglichkeit nutzen, Fortbildungspunkte zu erlangen. Zum Vergleich: In der Studie „OTC IMAGERY 2014“ taten dies nur 71 bzw. 67 Prozent. Auffallend ist, dass die Teilnehmer offenbar zunehmend mehr den Wissenszuwachs in den Fokus nehmen als die Fortbildungspunkte: Nur jeweils 55 Prozent der Apotheker und der PTA erklärten, die Punkte seien ihnen wichtig – im Jahr 2014 bejahten diese Frage noch 72 Prozent der Apotheker und 70 Prozent der PTA.

Bedarf an Wissenszuwachs besteht nach wie vor auch in den Bereichen Verkaufsförderung und Marketing. Auf die Frage, in welchen Bereichen sie sich mehr Unterstützung z. B. von der einschlägigen Fachpresse wünschen, nannten 61 Prozent der Apotheker das Thema Verkaufsförderung, 58 Prozent Marketing, 41 Prozent die Mitarbeiterführung. Allesamt sind dies Themenbereiche, die APOTHEKE + MARKETING auch mit Fortbildungen abdeckt.

Erstmals beschäftigte sich die Studie auch mit dem Thema Versandapotheken. So erklärten 71 Prozent der Apotheker beispielsweise, dass sich der Einfluss der Versandapotheken in Preisdiskussionen im Bereich des OTC- und Nebensortiments niederschlägt. Etliche der Studienteilnehmer sind im Hinblick auf Versandapotheken bereits aktiv geworden. Gefragt, wie sie deren Einfluss begegnen, antworteten mehr als die Hälfte (53 %), sie hätten ein Kundenbindungsinstrument wie eine Kundenkarte oder Treuepunkte eingeführt, etwa jeder Zweite (47 %) veranstaltet regelmäßig Rabattaktionen.


Wegweiser: Markenvierklang

Neben den Kernthemen aus dem Apothekenalltag ist einer der zentralen Punkte in der Studie das Image der verschiedenen OTC- und Freiwahlprodukte. Aus guten Gründen: Empfinden PTA oder Apotheker ein Produkt, eine Marke als sympathisch, werden sie diese auch lieber ihren Kunden empfehlen.

Wie sympathisch ein Produkt oder eine Marke ist, lässt sich über den „Markenvierklang“ ausdrücken, in den folgende Kriterien einfließen: Bekanntheit, Sympathie, Empfehlung und persönliche Verwendung.

Für rund 500 Produkte und Marken hat „OTC IMAGERY 2018“ dies bei Apothekern und PTA erfragt. Zu den Ergebnissen – und über das „sympathischste“ Produkt – informiert APOTHEKE + MARKETING in einer der nächsten Ausgaben.

*Die Studie wird seit 2001 durchgeführt. Seit dem Jahr 2010 – und damit nach 2012 und 2014 in diesem Jahr zum vierten Mal – werden neben den PTA auch die Apotheker befragt.


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