01.07.2019

Neuer Rahmenvertrag tritt in Kraft

(kib) Seit 1. Juli gilt der neue Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung. Er soll in der Offizin einige Unklarheiten beseitigen, zum Beispiel was den Nachweis zur Nichtverfügbarkeit betrifft. Neuerungen gibt es auch bei Packungsgrößen und Sonder-PZN.

PTA beim Heraussuchen von Medikamenten

© STEEX / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen)

Der Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung nach § 129 Abs. 2 Sozialgesetzbuch (SGB) V wurde zwischen dem Deutschen Apothekerverband und dem GKV-Spitzenverband geschlossen. Für das Apothekenteam bringt er einige Erleichterungen mit sich, aber auch einige Herausforderungen.

Neu geregelt wurde beispielsweise, welche Packungsgrößen wann abgegeben werden dürfen. Dabei wird ab sofort jede Verordnungszeile einzeln betrachtet. So lassen sich mehrere Packungen eines Arzneimittels verordnen, was die Stückelungsproblematik lösen soll.

Neu unterschieden wird zudem zwischen Generika-Verordnungen und Verordnungen von Arzneimitteln, bei denen es

a) außer Importen keine Alternative gibt,

b) der Austausch ausgeschlossen ist,

c) es sich um Biologicals handelt, die nicht in Anlage 1 als austauschbar genannt sind.

Rabattbegünstigte Fertigarzneimittel müssen grundsätzlich vorrangig abgegeben werden. Gibt es hier mehrere Alternativen, können Sie nach wie vor frei wählen. Bei generischen Arzneimitteln ohne Rabattverträge soll nun eines der vier preisgünstigsten Fertigarzneimittel abgegeben werden.

Konnte bei Importen bisher nur die Sonder-PZN für Nicht-Verfügbarkeit angegeben werden, sollen nun alle Sonder-PZN auch für Importe oder andere nicht-rabattierte Arzneimittel gelten.

Quelle: ABDA, AWA


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