08.01.2019

Missverständnisse zu securPharm vermeiden

(cnie) Die Apothekerverbände haben ihre Mitglieder auf die Einführung des Sicherheitssystems securPharm vorbereitet. Welche Fragen dabei aufgetreten sind und wie Missverständnisse verhindert werden, erklärt Anke Witte, securPharm-Beauftragte des Landesapothekervebandes Niedersachsen, im Interview mit APOTHEKE + MARKETING.

Schilder mti Original und Fälschung

© Thomas Reimer / stock.adobe.com

Frau Witte, welche Hilfestellung bietet Ihr Verband Apothekeninhabern in Bezug auf securPharm an?

Wir haben unseren Mitgliedsapotheken Informationsveranstaltungen zu securPharm angeboten, bei denen alle wichtigen Informationen zum Thema vermittelt und Fragen beantwortet wurden. Im Mitgliederbereich unserer Homepage erstellten wir frühzeitig ein Informationsportal zu securPharm. Dort wurde von uns alles Wissenswerte rund um das Thema für unsere Mitgliedsapotheken zusammengestellt. Außerdem haben wir securPharm wiederholt im Rahmen der Berichterstattung in unserem LAV-Medien aufgegriffen.

Mit welchen Fragen und Problemen wenden sich die Apotheker an Sie?

Das ist sehr unterschiedlich. Einige Apotheker haben sich in der Vergangenheit gemeldet, um zunächst grundsätzliche Fragen zu securPharm zu stellen, zum Beispiel, warum es das System gibt, für wen es verpflichtend ist und ob es mit Kosten für die Apotheken verbunden ist. Zuletzt waren es vor allem Fragen zu dem so genannten N-Ident-Verfahren. Hier ging es um technische Probleme oder Fragen zum Zertifikatserwerb und dem Anschluss an das System durch die zuständigen Softwarehäuser. Das korrekte Verhalten im Fälschungsverdachtsfall wurde auch immer wieder thematisiert – hier ging es insbesondere darum, wie mit der entsprechenden Ware zu verfahren ist und welche Rolle Apotheke, Großhandel und Hersteller dabei spielen.

Was könnte Ihrer Meinung nach noch besser laufen bei der Einführung von securPharm?

Das ist bei einem so komplexen Gebilde wie securPharm e.V. schwer zu sagen. Grundsätzlich ist es eine enorme Leistung, wie es den Verantwortlichen von securPharm e.V. gelungen ist, so viele Partner an einen Tisch zu bekommen und einen dauerhaften Informationsfluss zwischen den Partnern zur Bearbeitung der anstehenden Aufgaben zu gewährleisten. Natürlich kann es da passieren, dass auch mal eine Information durchrutscht oder die eine oder andere Information etwas verspätet ihr Ziel erreicht. Im Großen und Ganzen hat das aus unserer Sicht aber sehr gut funktioniert.

Unsere Erfahrung zeigt, dass es das Wichtigste ist, dass alle Beteiligten dauerhaft im Dialog bleiben und sich regelmäßig über auftretende Probleme austauschen. Nur so kann der Kommunikationsprozess laufend optimiert, und Missverständnisse oder Fehlkommunikation können frühzeitig vermieden werden. Um einen solchen Dialog bemühen wir uns sehr in Niedersachsen und haben damit bei unseren Ansprechpartnern bei securPharm e.V. durchweg positive Erfahrungen gemacht.

Quelle: Landesapothekerverband Niedersachsen


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