27.03.2019

Medikamentencheck mit ATHINA

(cnie) Eine pharmazeutische Tätigkeit, mit der die Vor-Ort-Apotheke punkten kann, ist das Medikationsmanagement. Seit sechs Jahren gibt es zum Beispiel das Projekt ATHINA. Ein Video erklärt Apothekenkunden die Vorteile.

ATHINA-Tüten

© Apothekerkammer Nordhrein

ATHINA steht für Arzneimitteltherapiesicherheit in Apotheken. Das Konzept basiert auf theoretischer Qualifizierung sowie praktischer Erprobung, die durch fachspezifisch ausgebildete Tutoren begleitet wird. Ursprünglich entwickelt wurde ATHINA von der Apothekerkammer Nordrhein. Mittlerweile wird das Konzept in insgesamt fünf Kammerbereichen (Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein) umgesetzt.

Im Rahmen des Projekts werden grundlegende Kenntnisse im Bereich Arzneimitteltherapiesicherheit ebenso wie eine strukturierte Vorgehensweise zur Durchführung einer erweiterten Medikationsanalyse vermittelt. Diese erfolgt analog zur Leitlinie der Bundesapothekerkammer zur Qualitätssicherung der Medikationsanalyse.

Erklärvideo der Apothekerkammer Nordrhein

Die Arbeitsmethodik wird durch Bearbeitung von individuellen Patientenfällen aus dem Apothekenalltag geübt und vertieft. Gemeinsam mit dem Patienten findet eine ausführliche systematische Analyse aller Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel statt. Hierbei erfolgt eine Überprüfung auf:

• Verfalldaten,
• Doppelverordnungen,
• Einnahme/Anwendung,
• Dosierungen,
• Kontraindikationen,
• Interaktionen.

        

        

Apothekerkammer Nordrhein

Ablauf des Medikamentenchecks mti ATHINA

     

Bei einem zweiten Gesprächstermin erfolgt gemeinsam mit dem Patienten die Besprechung der Ergebnisse dieser Überprüfung. Der Apotheker zeigt Optimierungsvorschläge für ggf. aufgefallene arzneimittelbezogene Probleme auf und informiert mit Einverständnis des Patienten hierüber auch den Arzt. Außerdem werden erklärungsbedürftige Arzneiformen (z.B. Insulin-Pens) und deren Anwendung noch einmal gründlich durch den Apotheker erläutert. Hierdurch wird die Adhärenz des Patienten gefördert. Abschließend erhält der Patient eine aktuelle Medikationsliste zur Rücksprache mit dem Arzt. Das alles hat das Ziel, die Arzneimitteltherapiesicherheit für den Patienten zu erhöhen.

Quelle: Apothekerkammer Nordrhein


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