03.01.2020

Impfen: Ärzte wollen mit statt gegen Apotheker arbeiten

(iss/cnie) Soll in Zukunft auch in Apotheken geimpft werden? Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) würde es vorziehen, zusammen mit allen Gesundheitsberufen höhere Impfquoten zu erreichen.

Spritze (Illustration)

© Sunnydream / stock.adobe.com

Die KVWL kritisiert das geplante Modellvorhaben zur Grippeschutzimpfung in den Apotheken in einem aktuellen Positionspapier: "Qualitätsgesichertes Impfen ist eine komplexe Aufgabe, die nicht im Rahmen einer einmaligen Schulung erlernt werden kann, sondern die ärztliche Aus‐ und Weiterbildung voraussetzt." Die Ärzte warnen in dem Positionspapier vor schwerwiegenden Impfkomplikationen: "Impfen ist ein invasiver Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und damit eindeutig Ärzten vorbehalten."

Auch die Apothekerkammer Westfalen-Lippe sehe das Modellvorhaben kritisch, sagt KVWL-Vorstand Dr. Volker Schrage. Die Pharmazeuten fürchteten insbesondere die Konfrontation mit den Hausärzten. Diese Zurückhaltung sei positiv. Schließlich müssten die Krankenkassen auf Wunsch der Apotheker auf Landesebene Verträge zum Impfen schließen. „Wenn die Apotheker nichts fordern, gibt es auch keine Modellprojekte.“

Quelle: Ärzte Zeitung / Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe


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