05.10.2017

E-Rezept in Dänemark etabliert

© wladimir1804 / stock.adobe.com

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(cnie) Mit dem elektronischen Rezept könnten hunderte Millionen Papierformulare eingespart werden. Dafür speichert der Arzt die Verordnungsdaten digital signiert im Netz oder auf der Gesundheitskarte. Von dort kann der Apotheker sie abholen. Zukunftsmusik? Nicht in Dänemark, wo das E-Rezept bereits im Alltag angekommen ist.

Die Dänen gelten bei der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland seit Jahren als Vorbild. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich beim Direktor des Gesundheitsportals Sundhed.dk Dr. Morten Elbaek Petersen über E-Health in Dänemark informiert: Die Gesundheitsdaten werden als Kopie auf einem zentralen Server gespeichert und sind dort für Ärzte und andere Angehörige von Gesundheitsberufen, die in die Behandlung des Patienten involviert sind, direkt abrufbar. Das Portal wird rege genutzt – von Ärzten wie Patienten.

Auf dem E-Health-Kongress 2017 in Frankfurt  macht es Bo Gandil, Hausarzt in Dänemark, vor: Er verordnet am Sundhed.dk-Stand einem Patienten ein Antibiotikum. Doch das Rezept wird nicht ausgedruckt, sondern verschwindet als E-Rezept in der Gesundheits-Cloud Dänemarks. Dort ist es quasi sofort verfügbar, als der Patient das Medikament in der auf einem anderen Rechner des Standes simulierten Apotheke abholen will. Per Handy macht er das Rezept online dem Apotheker zugänglich, der es dann direkt beliefert.

Die kleine Szene wäre in Deutschland nicht vorstellbar. Hierzulande ist das E-Rezept noch nicht einmal echte Zukunftsmusik, jedenfalls gibt es kein konkretes Datum der Einführung dieser Anwendung. Auch ein weiterer Punkt wird in Deutschland so bald nicht realisierbar sein, auch nicht mit Hilfe der Gesundheitskarte: der Einsatz des Smartphones des Patienten. Er ist bislang nicht vorgesehen in der Telematikinfrastruktur.

Quelle: Ärzte Zeitung


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