14.05.2020

Deutsche sehen Digital Health positiv

(cnie) Drei Viertel der Deutschen sagen: Mehr Digitalisierung bedeutet mehr Patientensicherheit. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung im Rahmen des Gesundheitsmonitors des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH), die vom Marktforschungsinstitut Nielsen durchgeführt wurde.

Frau mit Gesundheits-App

© ra2 studio / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)

77 Prozent der Bevölkerung erwarten von einer höheren Digitalisierung im Gesundheitswesen mehr Sicherheit für Patienten, 76 Prozent eine bessere Behandlung durch Ärzte. 74 Prozent glauben an Kosteneinsparungen, weil sich Doppeluntersuchungen vermeiden lassen. Ältere Personen ab 70 Jahre sind am ehesten der Meinung, dass eine höhere Digitalisierung im Gesundheitswesen positive Auswirkungen haben wird: Hier gehen 87 Prozent von mehr Sicherheit für die Patienten aus.

Sorgen um Datenschutz

Es gibt jedoch auch Vorbehalte gegenüber einer fortschreitenden Digitalisierung: 46 Prozent der Befragten glauben, dass Nichtberechtigte versuchen könnten, sich Zugang zu den Daten zu verschaffen, und 42 Prozent haben Angst davor, dass ihre Daten durch einen Fehler im Internet landen.

Gesundheits-Apps auf Rezept

Auf Basis des Digitale-Versorgung-Gesetzes sollen niedergelassene Ärzte künftig elektronische, gesundheitsbezogene Anwendungen fürs Smartphone verschreiben und über die gesetzliche Krankenversicherung abrechnen dürfen. Bereits zwölf Prozent der Deutschen nutzen digitale Gesundheitsanwendungen zur Überwachung oder Behandlung einer bestehenden Krankheit (z.B. bei Diabetes) oder um eine Krankheit rechtzeitig zu erkennen. 40 Prozent wollen sie in naher Zukunft verwenden. Insbesondere Personen im Alter zwischen 30 und 39 Jahren sind solchen Gesundheits-Apps gegenüber aufgeschlossen (57 Prozent). Zwei Drittel der Befragten halten Apps zur Überwachung einer bekannten Erkrankung und Apps zur Unterstützung einer laufenden Therapie für sinnvoll, die Hälfte jene zur rechtzeitigen Erkennung von Erkrankungen.

Der BAH vertritt neben Herstellern von Arzneimitteln und stofflichen Medizinprodukten auch Unternehmen, die digitale Gesundheitsanwendungen als Medizinprodukte herstellen und hat dies in seiner Satzung verankert.

Quelle: Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH)


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