08.05.2019

Deutsche haben 2019 mehr Geld zum Ausgeben

(cnie) Im Jahr 2019 besitzen die Deutschen pro Kopf eine durchschnittliche Kaufkraft von 23 779 Euro für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder Sparen. Das hat eine Studie des Marktforschungsinstitus GfK prognostiziert.

Frau mit Einkaufstüten

© grki / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)

Das entspricht einem rechnerischen Plus von 3,3 Prozent und 763 Euro mehr pro Kopf. Unter Kaufkraft verstehen Wirtschaftsexperten das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Die für 2019 prognostizierte positive Kaufkraftentwicklung stützt sich auf steigende Löhne in vielen Branchen und den stabilen Arbeitsmarkt. Auch bei den Renten erwartet GfK 2019 einen Anstieg.

Wie viel vom nominalen Kaufkraftzuwachs real übrig bleibt, hängt allerdings davon ab, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln. Denn ein nominaler Anstieg der Kaufkraft bedeutet nicht zwangsläufig, dass jedem Einzelnen mehr Geld zur Verfügung steht, wenn die aufgeführten Ausgaben stärker ansteigen.

Hamburg ist Spitzenreiter

In der Summe steigt im nächsten Jahr die nominale Pro-Kopf-Kaufkraft in allen Bundesländern an. Hamburg bleibt mit 26 079 Euro Kaufkraft pro Einwohner auf Platz 1. Bayern (25 981 €) und Baden Württemberg (25 734 €) folgen dahinter. Schlusslicht ist wie im vergangenen Jahr Mecklenburg-Vorpommern mit 20 106 Euro Kaufkraft pro Einwohner.

Kaufkraft in den Städten

Auch wenn die 25 einwohnerstärksten Stadtkreise bereits ein Viertel der Gesamtkaufkraft Deutschlands vereinen, erreichen nicht alle Großstädte in Deutschland ein überdurchschnittliches Kaufkraftniveau: Die Hauptstadt Berlin liegt bei der Pro-Kopf-Kaufkraft gut neun Prozent unter dem deutschen Durchschnitt, Dortmund und Dresden kommen auf ein ähnliches Niveau. Gut 13 Prozent unter dem Durchschnitt liegt Leipzig. München und Düsseldorf liegen dagegen mit 34 und 17 Prozent deutlich darüber.

GfK Kaufkraftstudie

Dass die einwohnerstarken Städte und insbesondere die großen Metropolregionen für Einzelhändler unverzichtbare Zielmärkte darstellen, zeigt ein Blick auf die Kaufkraftsummen. Die Kaufkraftdichte, also die verfügbare Kaufkraftsumme in Millionen Euro je Quadratkilometer, ist in Metropolen wie Berlin, Hamburg und München, aber auch in Nürnberg, im Ruhrgebiet, dem Großraum Stuttgart und Frankfurt am Main sehr hoch. Die Kaufkraftdichte ist somit ein wichtiger Indikator, dass Unternehmen dort auf kleinstem Raum viel Kaufkraftpotenzial mobilisieren können.

Basis der Berechnung sind, neben der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik, einschlägige Statistiken zur Berechnung der staatlichen Leistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute.

Quelle: GfK


Artikel teilen

Kommentare (0)

Kommentar schreiben

Die Meinung und Diskussion unserer Nutzer ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie im Sinne einer angenehmen Kommunikation auf unsere Netiquette und Nutzungsbedingungen. Vielen Dank!

* Pflichtfeld

Das PTA Magazin

DAS PTA MAGAZIN wendet sich an das Fachpersonal in der öffentlichen Apotheke, wobei die Zeitschrift insbesondere auf das berufliche Informationsbedürfnis der Pharmazeutisch-Technischen Assistentin eingeht.

www.das-pta-magazin.de

Springer Medizin

Springermedizin.de ist das Fortbildungs- und Informationsportal für Ärzte und Gesundheitsberufe, das für Qualität, Aktualität und gesichertes Wissen steht. Das umfangreiche CME-Angebot und die gezielte Berichterstattung für alle Fachgebiete unterstützen den Arbeitsalltag.

www.springermedizin.de

Newsletter

Mit unserem Newsletter erhalten Sie Fachinformationen künftig frei Haus – wöchentlich und kostenlos.