28.04.2018

Beinfreiheit

© Evgenij918 / Getty Images / iStock

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Text: Gabi Kannamüller

Rund 90 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben Veränderungen im Venenbereich, vermeldete die Deutsche Venenliga e.V. unlängst und betitelte Venenleiden als häufig unterschätzte Volkskrankheit. Besonders problematisch werden für die Betroffenen die Sommermonate: Je höher die Temperaturen, desto mehr machen ihnen schwere Beine zu schaffen. Grund genug, das Apothekensortiment in den kommenden Wochen auf diese Zielgruppe auszurichten.

Der altmodische Touch, den der Begriff Stützstrümpfe stets ausstrahlte, ist längst verschwunden: Stützend und formend präsentieren sich entsprechende Beinkleider heute, farbig und modisch, mit hohem Tragekomfort und Funktionalität. Zudem haben die Hersteller von Stütz- und Kompressionsstrümpfen die Zeichen der Zeit erkannt und ihren Produkten meist auch einen zeitgemäßen Werbeauftritt verpasst. Er vermittelt den Kundinnen, dass sie „gut gestützt“ für mehr Lebensqualität sorgen und zudem etwas für schöne Beine tun können, ganz unabhängig vom Alter.

Handzettel

Hier finden Sie einen Handzettel, den Sie Kunden mit Venenproblemen nach der Beratung mitgeben können.

Mode ins Sortiment

Davon profitiert auch die Apotheke: Kann sie ihren Kundinnen (und Kunden) damit doch besser vermitteln, dass ihre Beine Unterstützung brauchen – etwa bei vielem und langem Stehen, auf Reisen (insbesondere bewegungsarm im Auto und Flugzeug), an warmen Tagen und stets auch während der Schwangerschaft. Ins Angebot gehören Stützstrümpfe für unterschiedliche Ansprüche und Zielgruppen, etwa auch für Sportler und Reisende, zudem halterlose Strümpfe, sowie Stützstrumpfhosen in klassischen sowie modischen Farben und Mustern.

Venentherapeutika

Heir finden Sie eine aktuelle Zusammenstellung der OTC-Produkte gegen Venenbeschwerden.

Die Sichtwahl wiederum präsentiert Arzneimittel, die bei Venenproblemen hilfreich sind. Zu diesen Arzneimitteln zählen Ödemprotektiva (u.a. Extrakte aus Mäusedornwurzelstock, rotem Weinlaub, Rosskastaniensamen) oder abschwellende Gele, die subjektiv die Beschwerden lindern.

Übrigens: Wer für eine einheitliche Empfehlung bei den Venenpräparaten sorgt, stärkt damit zusätzlich das Vertrauen der Kunden zur Apotheke. Deshalb lohnt es sich, im Team für alle Produkte Nutzenargumente zu erarbeiten und sicherzustellen, dass sämtliche Mitarbeiter in gleicher Art und Weise gegenüber den Kunden argumentieren. Außerdem ist es sinnvoll, Zusatzempfehlungen festzulegen: Bei einem Verkauf von Venenpräparaten weisen die Mitarbeiter auch auf das Strumpfsortiment hin – und umgekehrt.


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