05.08.2019

Apothekerverband macht Werbung für den Traumjob in der Offizin

(cnie) Der Apothekerverband Westfalen-Lippe in Münster hat im Sommer auf seiner Homepage eine Porträtserie gestartet: Inhaber, angestellte Apotheker, PTA, Praktikanten und Studenten erklären, warum sie mit Leidenschaft in der Apotheke arbeiten.

Juliane Hermes, Inhaberin der Phoenix-Apotheke Münster.

© Apotherverband Westfalen-Lippe

Den Anfang macht das Porträt von Juliane Hermes, Apothekeninhaberin in Münster. Sie hat schon in der Grundschule davon geträumt: „Ich wollte immer Apothekerin werden." Wie der Urgroßvater, der Opa und der Papa. Ihr Vater hat sie oft in den Ferien mitgenommen in seine Apotheke in Bergkamen. Dort hat sie dann Brustkaramellen abgewogen, um die Dosen wieder aufzufüllen, die die Kunden zurück in die Apotheke brachten. Dort hat sie Tee abgefüllt und kleine Botendienste erledigt.

Junge Apothekeninhaberin

Abitur, Pharmaziestudium, praktisches Jahr. Dann die erste Anstellung – und zwei Jahre später mit damals nicht einmal 30 Jahren bereits die eigene Apotheke in Münster. Ernste Zweifel sind ihr nie gekommen, dass das richtig ist. Konkurrenz durch den ausländischen Versandhandel, das mögliche Ende der Preisbindung und weitere Herausforderungen durch neue Gesetze? „Es wird immer weitergehen mit der Apotheke vor Ort", ist Juliane Hermes überzeugt.

Traumjob in der Apotheke

Der Apothekerverband Westfalen-Lippe hat bei Inhabern nachgefragt, bei Angestellten, PTA und Praktikanten, warum sie den Arbeitsplatz in der Apotheke so schätzen und warum er ihrer Überzeugung nach eine gute Zukunft hat. Die Antworten sind in den kommenden Wochen auf www.apothekerverband.de als kleiner Beitrag gegen den Fachkräftemangel nachzulesen.

Kranken Menschen helfen, sie beraten – das ist, was ihr im Beruf am meisten Spaß macht. Wenn die Patienten ein paar Tage nach dem ersten Besuch wiederkommen, sich besser fühlen und für einen guten Tipp bedanken, dann freut sich Juliane Hermes. Wenn sie in der Pause oder nach Feierabend im Supermarkt nebenan zwischen Obstabteilung und Nudelregal um einen Rat gefragt wird, dann ist sie glücklich, „hier angekommen" zu sein. „Ich bin ein Teil des Quartiers. Ich kenne meine Kunden und ihre Familien."

Hermes zählt keine Stunden

Es macht ihr nichts aus, dass der Arbeitstag mehr als acht und die Woche viel mehr als 40 Stunden hat. Sie hat gar nicht mehr das Bedürfnis, Stunden zu zählen, so gern ist sie in ihrer Apotheke. Alles selbst entscheiden zu können, nichts im Sortiment führen zu müssen, das irgendein Chef, aber nicht sie selbst, den Kunden verkaufen möchte, macht sie zufrieden.

Sie ist für sechs Mitarbeiter zuständig, hat viel Geld für die komplett neu eingerichtete Apotheke aufnehmen müssen. „Das ist eine große Verantwortung", räumt sie ein. Schlaflose Nächte aber hat sie deshalb nicht. „Ich habe die Entscheidung noch nicht einen Moment bereut. Ich glaube an diesen Standort – und an die Vor-Ort-Apotheke. Denn Menschlichkeit und Nähe – die werden Kranke immer brauchen."

Quelle: Apothekerverband Westfalen-Lippe


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