17.01.2020

Apotheker und Ärzte wünschen sich weniger Bürokratie

(cnie) Was ist wichtig im Leben? Was wünsche ich mir für die berufliche Karriere? Bin ich zufrieden? Diese Fragen hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) Heilberuflern in einer aktuellen Studie gestellt. Die Antworten lesen Sie hier.

Ärztin mit Akten

© Mathias Ernert, Krankenhaus Weinheim, Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH (Symbolbild mit Fotomodell)

Die Studie „Inside Heilberuf“ bietet Raum für eine Art Selbstreflexion und Selbsteinschätzung, sie ist gleichzeitig aber auch ein Spiegel der aktuellen Bedürfnisse, der Prioritäten und der Stimmung unter den Apothekern, Ärzten und Zahnärzten sowie den Studierenden der Heilberufe – also der jetzigen und der künftigen Hauptakteure in der Gesundheitsversorgung. Befragt wurden 500 Heilberufler.

Familie und Partnerschaft stehen über allem

Die Priorität ist eindeutig: Familie und Partnerschaft haben für die Heilberufler den höchsten Stellenwert. Finanzielle Sicherheit und Altersvorsorge sind eine wichtige Basis und haben im Vergleich zur letzten Erhebung 2016 an Bedeutung noch etwas gewonnen. Doch insgesamt bleiben Wohlstandskriterien wie Vermögensbildung, Eigentum oder beruflche Karriere nachrangig.

Es ist nicht verwunderlich, dass Menschen heilen und helfen eines der wichtigsten Anliegen der Heilberufler ist, aber es rangiert sogar noch vor der Freizeit und eigener Gesundheit. Angestellte Heilberufler legen etwas mehr Wert auf die Freizeit als Selbstständige und Studenten.

Unternehmerisch tätig zu sein, ist erwartungsgemäß für die selbstständigen Heilberufer wichtig, doch auch jeder fünfte Angestellte würde daran Gefallen finden. Bei Studenten steht diese Kategorie noch nicht im Fokus.

Weniger Bürokratie

Mit 90 Prozent bleibt der Wunsch nach weniger Bürokratie und staatlicher Regulierung vorherrschend. Dem gegenüber steht das große Bedürfnis nach mehr Zeit für den Patienten. An den Themen digitales Dateimanagement und innovative Gesundheitsleistungen scheiden sich offenbar die Geister: Etwa ein Drittel wünschen sich davon mehr, ein ähnlicher Anteil wiederum weniger.

Bei Heilberuflern sinkt die Stimmung 

Die Zufriedenheit mit der beruflichen Situation nimmt ab: 2016 waren noch 62 Prozent (sehr) zufrieden, jetzt ist es nur eine knappe Mehrheit. Ein Zeichen dafür, dass es schwieriger wird, die eigenen Vorstellungen und Wünsche zu verwirklichen. Die gute Nachricht ist, dass der Anteil der Unzufriedenen weiterhin gering bleibt, denn knapp ein Drittel äußert sich neutral.

Quelle: apoBank


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