02.07.2018

Apotheker im Nachtdienst unter Mindestlohn-Niveau

(cnie) Ab 2019 werden voraussichtlich neue gesetzliche Mindestlöhne in Deutschland gelten. Bereits jetzt erhalten Berufsgruppen in öffentlichen Apotheken, die den Nachtnotdienst übernehmen, niedrigere Vergütungen. Die Apothekengewerkschaft will das ändern.

Kundin reicht Apothekerin Rezept durch Nachtdienstklappe.

© ABDA

Beschäftigte sollen ab 2019 mindestens 9,19 Euro brutto pro Stunde erhalten. Die Untergrenze steigt ab 2020 noch einmal auf 9,35 Euro pro Stunde. Auf diese Eckdaten hat sich die Mindestlohnkommission verständigt, die sich aus Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern zusammensetzt.

Das Thema hat auch für angestellte Approbierte, Apothekerassistenten und Pharmazie-Ingenieure Relevanz. Für die Zeit zwischen 22.00 Uhr und 8.00 Uhr, sprich zehn Stunden, erhalten sie entweder 5,5 Stunden Freizeit oder 85,00 Euro Vergütung. Der Gehaltsbestandteil entspricht 8,50 Euro pro Stunde und liegt damit unter dem derzeit gültigen Mindestlohn.

„Bei den aktuellen Tarifverhandlungen fordern wir von den Arbeitgebern, hier nachzubessern", sagt Tanja Kratt. Sie ist Zweite Vorsitzende und leitet die Tarifkommission bei Adexa. „Diese Vergütung ist absolut nicht mehr zeitgemäß, insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels."

Kratt: „Das Mindestlohngesetz schreibt im Übrigen vor, dass für Arbeitseinkommen unterhalb von brutto 2000 Euro die Arbeitszeiten – sprich Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit – grundsätzlich zu dokumentieren sind. Dies betrifft insbesondere die Berufsgruppe der PKA."

Quelle: Adexa


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